Der Wettbewerb 2017 – alle Informationen

Die Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim und die Volkshochschule des Rhein-Pfalz-Kreises laden ein zum

30. Mundartwettbewerb Dannstadter Höhe 2017

Die Ausschreibung richtet sich an alle, die sich der Pfälzer Mundart verbunden fühlen.

Der Wettbewerb ist für zwei Kategorien ausgeschrieben:

1. Kategorie: Lyrik in Mundart

Es können bis zu zwei bislang noch nicht - auch nicht im Internet - veröffentlichte Gedichte in Pfälzer Mundart eingereicht werden. Themen und Form (Endreim oder reimlos) sind freigestellt. Die von einer unabhängigen Jury ermittelten besten Gedichte werden mit Geldpreisen in Höhe von 250,--/150,--/100,-- Euro oder mit Sachpreisen honoriert werden.

2. Kategorie: Prosa in Mundart

In dieser Kategorie können bis zu zwei bislang noch nicht - auch nicht im Internet - veröffentlichte Prosatexte, die nicht mehr als zwei DIN A4-Seiten (1 ½-zeilig geschrieben, Schriftgröße 12 Punkt) umfassen sollen und in Mundart abgefasst sind, eingereicht werden.

Die von einer unabhängigen Jury ausgewählten Prosatexte werden mit Geldpreisen in Höhe von 250,--/150,--/100,-- Euro oder mit Sachpreisen honoriert.

Preis des Kultur- und Heimatkreises Dannstadter Höhe e. V.

Der Preis wird einem/einer Teilnehmer/in zuerkannt, dessen/deren Mundarttext Kultur, Leben, Tradition oder Brauchtum unserer Region in besonderer Weise spiegelt.

Preis des Publikums in der Kategorie Lyrik

Der Preis des Publikums wird am Ende der Schlussveranstaltung dem/der Teilnehmer/in zuerkannt, dessen/deren vorgetragener Text von einem nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Teil des Publikums - unabhängig von der Juryentscheidung - als "am besten gefallen" ausgewählt.

Hinweis:

Die Teilnahme an beiden Wettbewerbskategorien (Lyrik und Prosa) ist möglich. Eine Prämierung erfolgt nur in einer Kategorie (Lyrik oder Prosa). Die prämierten Texte werden in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt, in der jeder Preisträger der Kategorien "Lyrik" und "Prosa" seinen/ihren Text persönlich vorträgt.

Alle prämierten Arbeiten werden voraussichtlich in einer Broschüre veröffentlicht.

Die Teilnehmer/innen des Wettbewerbes stellen ihre Beiträge für eine eventuelle Publikation honorarfrei zur Verfügung. Außerdem verpflichten sich die Teilnehmer/innen im Falle der Auswahl ihre Beiträge persönlich am Freitag, 12. Mai 2017, 18.30 Uhr, im Rahmen der öffentlichen Schlussveranstaltung persönlich vorzutragen.

Die Jury behält sich vor Preise nicht zu vergeben oder zu splitten.
Die Entscheidungen der Jury sind nicht anfechtbar.

Wer am "30. Mundartwettbewerb Dannstadter Höhe 2017 " teilnehmen möchte, reicht bis spätestens 1. April 2017 seine Beiträge unter dem Kennwort "Mundartwettbewerb 2017 " bei der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim, Am Rathausplatz 1, 67125 Dannstadt-Schauernheim, z. H. Frau Dromnitzki, ein.

Texte für den Wettbewerb können auch per E-Mail eingereicht werden. Bitte schicken Sie diese (als Word-Datei) an sabine.dromnitzki@vg-dannstadt-schauernheim.de

Die Absenderangaben mit vollständiger Anschrift einschließlich Postleitzahl, Telefonnummer und E-Mail-Adresse erbitten wir in Druckschrift.

Nähere Informationen können bei o.g. Stelle (Tel.: 06231/401-156) eingeholt oder per E-Mail info@mundart-dannstadter-hoehe.de oder im Internet unter www.mundart-dannstadter-hoehe.de abgerufen werden.

Jury

Ralf Frohnhäuser (2016)

Lehrer, Rödersheim-Gronau

Bruno Hain (1989)

Germanist und Mundartautor, Böhl-Iggelheim

Dr. Dr. Nikolaus Hofen (1988)

Germanist, Rödersheim

Michael Landgraf (2016)

Leiter des religionspädagogischen Zentrums Neustadt

Joachim Roßhirt (2010)

Buchhändler, Speyer

Dr. Josef Schwing (1988)

Dialektologe, Neuhofen

Norbert Stuck (2007)

Rektor i.R., Experte für Laienspiel, Haßloch

Näheres zu den Mitgliedern der Jury

Herausgeber

Volkshochschule Rhein-Pfalz-Kreis
Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim

Redaktion

Bruno Hain

Zur Geschichte des Mundartwettbewerbs „Dannstadter Höhe“

Im Jahre 1987 feierte der Männergesangverein „Frohsinn Rödersheim“ sein 100-jähriges Bestehen. Für das Jubiläum hatten sich die Verantwortlichen etwas Besonderes ausgedacht: Sie schrieben einen Mundart Wettbewerb aus. Die Einsender / – innen sollten ein Gedicht schreiben, in dem Rödersheim und der MGV Frohsinn besonders gewürdigt wurden. Der Jury gehörten der damalige Verbandsbürgermeister Heinz-Werner Ziegler, Meinolf Schmid, damals Leiter der Kreisvolkshochschule Ludwigshafen und die beiden Mundartautoren Paul Tremmel und Karl-Jörg Walter an. Der Erfolg dieser Veranstaltung veranlassten den Verbandsbürgermeister in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule einen neuen Mundartwettbewerb ins Leben zu rufen. Die erste Ausschreibung richtete sich „. . . an alle, die zwischen Rhein und Haardtgebirge geboren sind, dort ihren Wohnsitz haben oder sich der Vorderpfalz, ihrer Geschichte und Kultur . . . verbunden fühlen . . .“ Zugelassen waren Gedichte im Endreim, mit nicht mehr als 32 Zeilen Umfang. Am Dannstadter „Radieselfest“ 1988 fand der 1. Mundartwettbewerb „Dannstadter Höhe“ statt, den die aus Bad Dürkheim kommende Waltraud Meißner mit ihrem Gedicht „Neies Läwe“ gewann. Der Jury bestand aus Hedy Heller, Dr. Nikolaus Hofen, Meinolf Schmid, Dr. Josef Schwing und Karl-Jörg Walter.

Schon im zweiten Jahr, 1989, gab es eine Neuerung. Neben einem Preis für Lyrik wurde auch ein Prosa-Preis ausgelobt. Erster Preisträger in dieser Kategorie war Toni Ostermayer mit dem Text „Wie's Radiesel zu soim Nome kumme isch“. 1990 stiftete der „Kultur- und Heimatkreis Dannstadter Höhe e. V.“ einen Sonderpreis, den der Prosapreisträger des Vorjahres, Toni Ostermayer, gewann.

Um die Eigenständigkeit des Wettbewerbs hervorzuheben, erfolgte eine terminliche und räumliche Trennung vom „Radieselfest“, ebenso wurde die enge regionale Begrenzung aufgehoben und ein Blick auf die Landkarte zeigt, dass die Preisträger mittlerweile aus dem gesamten Raum zwischen Neckar und Saar, Bien- und Odenwald kommen. 1993 und 1994 gab es einen Sonderpreis des damals in Speyer ansässigen cjm – Verlags. Er bestand in der Erstveröffentlichung eines bibliophilen Mundartbändchens in diesem Verlag und es erschienen „Glaswelte“ von Helga Schneider (1993) und „'s alde Haus“ von Werner Mühl (1994). Erst- und einmalig wurde 1996 ein „Preis für Kindergedichte“ ausgeschrieben. Zum 11. Wettbewerb 1998 wurde der bis dahin vorgeschriebene Endreim für Gedichte aufgehoben.

Die Befürchtungen, dass ungereimte Gedichte den Wettbewerb „überschwemmen“ haben sich nicht bewahrheitet. Nach wie vor liegt die Quote der gereimten Gedichte bei den Einsendungen bei etwa 60 Prozent. In den Jahren 2001 bis 2009 wurde beim Dannstadter Wettbewerb auch ein Preis für eine „szenische Darstellung“ vergeben. Der erste Preisträger in dieser Kategorie war Anton Meißner aus Wattenheim mit „Äämol Rodekerche ääfach!“